Die Modern Monetary Theory (MMT) verspricht unbegrenzte Geldschöpfung ohne Inflation – doch die Realität sieht anders aus. Warum die Abschaffung der Schuldenbremse, die massive Aufrüstung und staatliche Geldpolitik eine finanzielle Zeitbombe sind. Erfahre, wie Inflation wirklich entsteht und warum Bitcoin die Antwort sein könnte.

Die MMT-Illusion: Warum unendliche Geldschöpfung nicht funktioniert

Von den Alchemisten des Mittelalters bis zu den Zentralbankern der Moderne träumt die Menschheit vom Perpetuum mobile der Wirtschaft: unbegrenzter Reichtum aus dem Nichts, ohne Konsequenzen. Die Modern Monetary Theory (MMT) verspricht genau das – eine Welt, in der der Staat endlos Geld schöpfen kann, ohne Inflation zu erzeugen. Klingt verlockend. Doch ist es auch realistisch?
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Der Traum von unendlichem Geld

Die Anhänger der Modern Monetary Theory versprechen eine Welt, in der Geld niemals knapp ist. Ein Staat mit eigener Währung, so ihre These, könne niemals pleitegehen. Er könne unbegrenzt Geld erschaffen, um soziale Programme, Infrastruktur und öffentliche Investitionen zu finanzieren, ohne sich um Defizite zu sorgen. Steuern? Die brauche man nicht, um Staatsausgaben zu decken – der Staat könne ja einfach drucken, was er benötigt. Steuern würden nur dazu dienen, überschüssige Nachfrage abzuschöpfen, falls die Inflation zu steigen droht.

Eine charmante Theorie. Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail.

MMT-Anhänger argumentieren, dass Inflation nicht durch Geldmengenausweitung entsteht, sondern durch reale Knappheiten. Wenn der Staat Geld druckt, aber es auf ungenutzte Produktionskapazitäten, freie Arbeitskräfte und ineffiziente Sektoren lenkt, dann steigere dies lediglich die wirtschaftliche Aktivität – ohne Preissteigerungen zu verursachen. Erst wenn alle Ressourcen ausgelastet sind und der Staat weiter Geld ausgibt, entstehe Inflation.

Die Schuld an Inflation liege nicht bei der staatlichen Geldschöpfung, sondern bei privaten Banken, die durch exzessive Kreditvergabe spekulative Blasen erzeugen. Die Lösung? Ein starker Staat, der durch direkte Investitionen die Wirtschaft steuert und private Exzesse korrigiert.

Auf dem Papier klingt das nach einer eleganten Lösung. Doch in der Praxis steht MMT auf wackeligen Beinen.

INFO: Was ist die Modern Monetary Theory (MMT)?

Die Modern Monetary Theory (MMT) ist eine wirtschaftspolitische Strömung, die in den 1990er Jahren von US-Ökonomen wie Warren Mosler, Stephanie Kelton und Randall Wray populär gemacht wurde. Ihre zentrale These: Ein Staat mit eigener Währung kann unbegrenzt Geld schöpfen, ohne pleitezugehen oder zwingend Inflation auszulösen.

Die MMT basiert auf einer Neuinterpretation des Fiat-Geldsystems und argumentiert, dass Steuern nicht zur Finanzierung des Staates notwendig sind, sondern primär als Instrument zur Steuerung der Inflation dienen. Wirtschaftspolitische Einschränkungen wie Staatsverschuldung oder Defizitgrenzen seien daher unnötig – der Staat könne immer so viel Geld ausgeben, wie es die Realwirtschaft zulässt.

Das Problem? Diese Theorie bildet die Grundlage der heutigen Finanzpolitik in nahezu allen westlichen Staaten. Von der EZB über die Fed bis hin zur Bundesregierung – überall wird nach den Prinzipien der MMT gehandelt, wenn auch oft nicht offen zugegeben. Ergebnis: explodierende Staatsausgaben, wachsende Schuldenberge und eine schleichende Enteignung der Bürger durch Inflation.

Inflation: Ein historischer Realitätscheck

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Inflation immer dann auftritt, wenn Staaten unkontrolliert Geld drucken. Die Weimarer Republik in den 1920er Jahren, Simbabwe in den 2000ern oder Venezuela in der Gegenwart – jedes dieser Länder fiel der gleichen Illusion zum Opfer: dass Geldpolitik keine Grenzen habe.

Zunächst schien alles gut. Der Staat konnte mehr ausgeben, soziale Programme finanzieren, Infrastrukturprojekte anschieben. Doch dann begann der schleichende Prozess der Entwertung. Die Kaufkraft sank. Preise begannen zu steigen. Erst langsam, dann schneller, dann exponentiell. Die Bürger, die sich auf ihre Ersparnisse verließen, sahen ihre Kaufkraft dahinschmelzen. Unternehmer verloren Planungssicherheit. Vertrauen in die Währung erodierte. Und irgendwann kippte das System.

MMT-Anhänger behaupten, dass diese Beispiele nicht auf ihre Theorie zutreffen. Weimar? Ein Sonderfall. Simbabwe? Schlechte Regierungsführung. Doch das Problem bleibt dasselbe: Wenn ein Staat endlos Geld schöpfen kann, wird er es tun – und irgendwann kippt das Gleichgewicht.

Aktueller Bezug: Die Abschaffung der Schuldenbremse – Geld drucken für den Krieg

Man muss nicht in die Vergangenheit blicken, um zu sehen, wohin das MMT-Denken führt. Die aktuelle Bundesregierung liefert ein Paradebeispiel.

Seit Monaten wird darüber debattiert, die sogenannte Schuldenbremse endgültig abzuschaffen – jenes lästige Relikt der finanzpolitischen Vernunft, das den Staat zumindest formal daran hindert, unbegrenzt neue Schulden aufzunehmen. Offizielle Begründung: Man brauche mehr finanziellen Spielraum für Investitionen, Klimaschutz, Infrastruktur. Doch wer genauer hinschaut, erkennt den eigentlichen Treiber: die Militarisierung.

Deutschland steckt mitten in einem massiven Aufrüstungsprogramm. Die Bundeswehr bekommt hunderte Milliarden Euro „Sondervermögen“ (übersetzt: neue Schulden), die NATO-Quote wird hochgefahren, Waffenlieferungen ins Ausland werden ausgeweitet. Und da Krieg ein Fass ohne Boden ist, reichen die bisherigen Mittel nicht. Also muss mehr Geld her. Viel mehr.

Wie finanziert man das? Genau: Indem man Geld druckt.

Die Abschaffung der Schuldenbremse ist nichts anderes als die offizielle Verabschiedung von jeder haushaltspolitischen Zurückhaltung. Sie ermöglicht es der Regierung, unbegrenzt Schulden zu machen – ohne Rücksicht auf Inflation, ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen. Natürlich alles für das „Gemeinwohl“. Natürlich alles „alternativlos“.

Doch am Ende trifft es immer die Bürger. Inflation ist die unsichtbare Steuer, die alle zahlen, besonders die Mittelschicht und die Sparer. Und wie immer gilt: Kriege werden nicht von den Politikern finanziert, die sie anzetteln – sondern von den Bürgern, die darunter leiden.

Die Rolle des Vertrauens: Warum Geld mehr als Papier ist

Geld ist mehr als eine mathematische Größe. Es ist ein Vertrauenssystem. Der Wert einer Währung basiert darauf, dass Menschen ihr zutrauen, ihre Kaufkraft über Zeit zu erhalten. Sobald dieses Vertrauen schwindet, verliert die Währung ihren Wert – egal, wie sehr der Staat versucht, die Märkte zu beruhigen.

Ein klassisches Beispiel ist der US-Dollar. Jahrzehntelang war er mit Gold gedeckt, was sein Vertrauen sicherte. 1971 hob Nixon die Goldbindung auf. Seitdem basiert der Wert des Dollars nur noch auf Vertrauen in die US-Regierung und die Zentralbank. Doch dieses Vertrauen ist endlich.

Wenn ein Staat permanent Geld druckt, sinkt das Vertrauen in seine Währung. Internationale Investoren ziehen ihr Kapital ab. Bürger fliehen in Sachwerte. Und sobald ein kritischer Punkt überschritten ist, gibt es kein Zurück mehr. Die MMT ignoriert diesen psychologischen und wirtschaftlichen Mechanismus vollkommen.

Bitcoin als Alternative zur staatlichen Geldillusion

Die Krise des staatlichen Geldsystems ist der Grund, warum Bitcoin existiert. Bitcoin ist das exakte Gegenteil der MMT: eine Währung mit fester Obergrenze, unabhängig von politischen Launen, immun gegen willkürliche Geldschöpfung.

Während Staaten ihre Währungen entwerten, indem sie endlos Geld drucken, bietet Bitcoin eine mathematisch definierte Knappheit: maximal 21 Millionen Einheiten. Dieses Prinzip stellt sicher, dass Bitcoin langfristig seinen Wert behält, während Fiat-Währungen mit jeder neuen Geldspritze an Kaufkraft verlieren.

Die freie Marktwirtschaft basiert auf Angebot und Nachfrage – nicht auf der Allmachtsfantasie von Regierungen. Je mehr Menschen dies erkennen, desto mehr wird Bitcoin zu einer Fluchtmöglichkeit vor inflationären Experimenten.

Fazit: Ein gefährlicher Irrglaube

Die Modern Monetary Theory ist ein verlockendes Märchen: eine Welt, in der der Staat ohne Konsequenzen Geld drucken kann, um alle Probleme zu lösen. Doch sie scheitert an der Realität der Wirtschaft, der Psychologie des Geldes und der politischen Logik.

Die Lösung liegt nicht in noch mehr staatlicher Kontrolle, sondern in freien Märkten und hartem Geld. Bitcoin und Gold sind keine Spekulationsobjekte – sie sind Notausgänge aus einem System, das sich immer weiter selbst entwertet.

Statt auf die Allmacht des Staates zu vertrauen, sollten wir uns fragen: Wer profitiert von unendlicher Geldschöpfung? Die Bürger sicher nicht. Die Antwort findet sich, wie immer, wenn man der Spur des Geldes folgt.

Diskussion

Glaubst du, dass Staaten unendlich Geld drucken können, ohne Konsequenzen? Oder brauchen wir eine Rückkehr zu hartem Geld? Schreib es in die Kommentare!

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